Die Stiftung

Seit über 250 Jahren engagiert sich die Dr. Sencken­berg­ische Stiftung im Bereich der Medizin und Forschung.

Gegründet 1748, war die Dr. Sencken­berg­ische Stiftung von Beginn an dafür bestimmt, die Gesund­heits­pflege und die medizinische Versorgung Frankfurter Bürger zu verbessern. Der ursprüngliche Sitz der Stiftung war ein rund drei Hektar großes Areal am Eschen­heimer Tor. Im Laufe der Jahre entstanden hier unter anderem eine Bibliothek, ein chemisches Laboratorium, ein Gewächshaus für medizinische Kräuter sowie der Vorlesungssaal für die Anatomie. Ab 1776 wurde das Gelände zur Ausbildung von Ärzten genutzt. Drei Jahre später nahm ein Krankenhaus, das Bürger­hospital, dort seinen Betrieb auf.

Die Dr. Sencken­berg­ische Stiftung engagiert sich bis heute in der medizinischen Versorgung für die Bürger aus Frankfurt und der Region. Zudem fördert sie wissenschaftliche Forschungsprojekte und Institutionen entsprechend ihrer Förderrichtlinie. Sie ist Mitbegründerin der 1914 eröffneten Goethe-Universität, in der einige von der Stiftung initiierte Institute eingegangen sind, wie etwa die Dr. Sencken­berg­ische Anatomie und die heutige Univer­si­täts­bib­lio­thek. Darüber hinaus ist die Stiftung Träger des Bürger­hospitals Frankfurt.

Der Stifter

Die Gründung der Dr. Sencken­berg­ische Stiftung ist eng verbunden mit der Lebensgeschichte ihres Namens­gebers.

Bevor Johann Christian Sencken­berg seine Stiftung ins Leben rief, hatten ihn mehrere persönliche Schicksals­schläge die mangelnde medizinische Versorgung in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main vor Augen geführt:

Kurz nach der Geburt ihres Kindes verstarb 1743 Sencken­bergs erste Ehefrau Johanna Rebecca. Die Tochter Anna Margarete überlebte die Mutter nur um zwei Jahre. Auch seine zweite und dritte Ehefrau sowie sein zweites Kind starben binnen weniger Jahre. So beschloss der 1707 geborene Arzt, sein gesamtes Vermögen in eine Stiftung zu übergeben.

Sie sollte der Gesund­heits­pflege und der medizinischen Versorgung armer Kranker in Frankfurt dienen.

"Dem allgemeynen Wohlsein hiesiger Bürger"

Das Ver­mächtnis
Johann Christian Sencken­bergs

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Das Stiftungsgelände am Eschen­heimer Tor

Theatrum anatomicum
Kräutergarten mit Gewächshaus
Wohn- und Stiftungsgebäude (vorne), Bürger­hospital (hinten)
Kräutergarten und Stiftungsgelände
Stiftungsgelände mit Blick nach Osten

"Dann mach‘ ich es eben selber!"

Johann Christian Sencken­bergs
Beweggründe für die Stiftung

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Die Sencken­berg­ischen Institute

Die Dr. Sencken­berg­ische Stiftung ist Gründerin, Trägerin und Förderin von einer Vielzahl an medizinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Projekten der Gesundheits­ver­sor­gung in Frankfurt am Main.

Dr. Sencken­berg­ische Anatomie

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Das Institut wurde 1766 gegründet. 1914 war es eines der Gründungsinstitute der Goethe-Universität, deren fester Bestandteil es bis heute ist. Die Dr. Sencken­berg­ische Anatomie gliedert sich in drei Institute mit den Schwerpunkten Neuroanatomie, experimentelle Neurobiologie sowie zelluläre und molekulare Anatomie. Website

Botanischer Garten

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Der Botanische Garten geht auf den von Sencken­berg im 18. Jahrhundert angelegten Arzneimittelgarten zurück. 2012 wurde der Botanische Garten von der Stadt übernommen, nachdem er viele Jahre lang von der Goethe-Universität genutzt worden war. Website

Bürger­hospital Frankfurt

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Das Bürger­hospital ist eines der ältesten Krankenhäuser der Stadt und nahm auf Initiative von Johann Christian Sencken­berg 1779 den Betrieb auf. Mit seinen Fachdisziplinen und einer Vielzahl von Ambulanzen nimmt das Bürger­hospital heute an der Notfall­ver­sor­gung des Landes Hessens teil. Darüber hinaus beherbergt das Bürger­hospital die größte Geburtshilfe Hessens. Website

Dr. Sencken­berg­isches Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

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Das Institut ist Teil des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität und befasst sich unter anderem mit der Medizin im Nationalsozialismus, der Geschichte und Ethik der Euthanasie und Sterbehilfe sowie der Ethik in der Altenpflege. Website

Sencken­berg Gesellschaft für Naturforschung

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Ihre Anfänge nahm die Gesellschaft auf dem ehemaligen Gelände der Dr. Sencken­berg­ische Stiftung am Eschen­heimer Tor. Unter dem Namen „Naturforschender Verein“ widmeten sich Frankfurter Mediziner und Bürger dort ab 1817 der Erforschung der Erde und ihrer Geschichte – unter anderem mithilfe der naturhistorischen Sammlung sowie der natur­wis­sen­schaft­lichen Bibliothek der Stiftung. Heute ist die Sencken­berg Gesellschaft für Naturforschung weltweit wissenschaftlich aktiv. Website

Dr. Sencken­berg­isches Institut für Neuroonkologie

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Das Institut des Univer­si­täts­kli­ni­kums Frankfurt widmet sich der Entwicklung neuer Behand­lungs­me­thoden für Hirntumorpatienten. 2008 wurde das Institut von der Dr. Sencken­berg­ische Stiftung gemeinsam mit der Hertie-Stiftung und der Universitätsklinik gegründet. Website

Institut für Ökologie, Evolution und Diversität

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Das Institut erforscht Wechselbeziehungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt, die Erfassung und Erklärung organismischer Vielfalt sowie die Auswirkungen des globalen Wandels. Das zum Fachbereich Botanik der Goethe-Universität gehörende Institut ist am Campus Riedberg angesiedelt. Website

Dr. Sencken­berg­isches Institut für Pathologie

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1763 gründete Sencken­berg auf seinem Stiftungsgelände das Theatrum Anatomicum. Die daraus hervorgegangene Pathologie war eines jener Institute, die von der Stiftung bei der Gründung der Goethe-Universität 1914 eingebracht wurden. Heute gehört sie zum dortigen Fachbereich Medizin. Website

Physikalischer Verein

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Der Physikalische Verein ist auf dem Gelände der Stiftung beheimatet, auf dem sich ebenfalls das Sencken­berg Museum befindet. Er engagiert sich als Mittler zwischen den Natur­wis­sen­schaften und der Gesellschaft, betreibt die Frankfurter Sternwarte und organisiert regelmäßig Veranstaltungen zu natur­wis­sen­schaft­lichen Themen. Website

Substitutionsambulanz Grüne Straße

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Die Substitutionsambulanz wurde 2003 als Studienambulanz im Rahmen der bundesweiten Heroinstudie eingerichtet. Heute ist sie fester Bestandteil des Frankfurter Hilfssystems für Drogen­abhängige. Website

Univer­si­täts­bib­lio­thek Johann Christian Sencken­berg

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Die heutige Bibliothek der Goethe-Universität geht auf die 1483 gegründete Ratsbibliothek (spätere Stadtbibliothek) sowie die Bibliothek der Stiftung zurück. Heute beherbergt sie über neun Millionen Bücher, Zeitschriften und digitale Dateiträger, darunter die 53 Tagebücher von Johann Christian Sencken­berg. Website

Frankfurter Wochenbett-Notversorgung

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Das zusammen mit dem Gesundheitsamt 2019 initiierte Projekt berät junge Familien telefonisch, organisiert Hausbesuche und vermittelt an Hebam­men­sprech­stunden. Ziel ist es, dass mehr Familien in Frankfurt die Hilfe einer Hebamme erhalten können. Website

Sencken­bergianum

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Das ursprüngliche Stiftungsgelände am Eschen­heimer Tor, gelegen zwischen der Stiftstraße und der Bleichstraße, umfasste das Theatrum anatomicum, ein Stifts- und Wohnhaus mit Bibliothek, einen Heilkräutergarten mitsamt beheizbarem Gewächshaus sowie das Bürger­hospital.

Berühmte Köpfe. Frankfurter Sammlungen

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Über 3000 Porträts aus Frankfurter Sammlungen – das verspricht das Projekt „Berühmte Köpfe. Frankfurter Porträtsammlungen", das die Dr. Sencken­berg­ische Stiftung gemeinsamen mit weiteren Koope­ra­tions­partnern 2022 ins Leben gerufen hat. Website

Administration der Stiftung

Nach dem Willen des Stifters wird die Dr. Sencken­berg­ische Stiftung durch vier Frankfurter Ärzte und vier mit dem Wirtschaftsleben vertraute Frankfurter Bürger, der so genannten Administration, geleitet.

Vorsitzender der Administration ist Dr. med. Kosta Schopow, der die Geschäfte der Stiftung seit 1999 leitet.

Die wei­te­ren Mit­g­lie­der der Ad­mi­ni­s­t­ra­ti­on sind:

  • Dr. Tes­sen von He­y­de­breck
    Ehe­ma­li­ges Mit­g­lied des Vor­stan­des der Deut­sche Bank AG

  • Dr. Michael Kummer
    Rechts­an­walt und Lei­ten­der Ma­gi­s­t­rats­di­rek­tor a. D.
    der Stadt Frank­furt am Main

  • Prof. Dr. med. Mi­cha­el Ma­de­ja
    Vor­stan­dsvorsitzender der El­se Krö­ner-Fre­se­ni­us-Stif­tung

  • Elena von Metz­ler
    Mitglied des Aufsichtsrats der B. Metzler seel. Sohn & Co. Aktiengesellschaft

  • Dr. med. Nikolas Alexander Schopow, MBA, LL.M.
    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

  • Prof. Dr. hum. biol. Nicole von Steinbüchel-Rheinwall
    Direktorin des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Univer­si­täts­me­dizin Göttingen

  • Prof. Dr. med. Peter J. Wild
    Direktor des Sencken­berg Instituts für Pathologie
    am Universitätsklinikum Frankfurt am Main

Kontakt:

Dr. Sencken­berg­ische Stiftung
Nibelungen­allee 37 – 41
60318 Frankfurt am Main
Tel: +49 69 15 00 319 / 321
Fax: +49 69 15 00 227

Förderrichtlinie

Impressum

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Angaben gemäß § 5 Telemediengesetz (TMG):

Vollständiger Name der Stiftung laut Stiftungssatzung: Dr. Sencken­berg­ische Stiftung
Adresse: Nibelungen­allee 37 – 41, 60318 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 15 00 319 / 321
Fax: +49 69 15 00 227

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Rechtsform:
Selbständige, rechtsfähige Stiftung

Vertre­tungs­be­rech­tigte Person:
Dr. med. Kosta Schopow – Vorsitzender

Zuständige Aufsichtsbehörde:
Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Stif­tungs­auf­sicht
Sandgasse 6
60311 Frankfurt am Main

Verantwortlicher für den Inhalt iSd § 55 Abs. 2 Rund­funk­staats­ver­trag (RStV):
Dr. Sencken­berg­ische Stiftung
Nibelungen­allee 37 – 41
60318 Frankfurt am Main